Und das einzige was bleibt ist die Einsamkeit

Du bist immer da. Aber nie hier.

Du bist immer da, in meinem Kopf wenn ich schlafen sollte, auf der Arbeit und in der Bahn.

Du begleitest mich und legst dich über mich, wie ein bleischwerer Mantel, der einem die Luft zum Atmen nimmt.

Ich wünschte ich könnte dich aus meinen Gedanken streichen, wir drehen uns im Kreis und manchmal wird mir dadurch so schwindelig dass ich den Boden unter den Füßen verliere. Mit der Gewissheit nicht aufgefangen zu werden und bald harten Asphalt unter meinen Händen zu spüren.

Wenn ich beim Bahn fahren die Landschaft beobachte und die Bäume an mir vorbei ziehen sind meine Gedanken bei dir und mein Herz wird tonnenschwer. Beim aussteigen verliere ich die letzte Kraft und muss auf der Bank an der Haltestelle inne halten.

Ich will nicht nach Hause. Die Leere die mich dort erwartet nimmt mich ein und höhlt mich aus. Die Stille versetzt mir Schmerzen, wie ein so heftiger Schlag in die Magengrube, dass man nur noch Sternchen sieht. Ich will mich übergeben, aber da ist nichts, was ich noch auskotzen könnte. Die Gefühle haben sich mit Widerhaken in mir festgefressen.

Du hast alles so lebendig gemacht, nicht zuletzt mich selbst.

Hast meine Lebensfreude wie eine Kerze entzündet und als du gingst hat mich mit dir sämtliches Licht und sämtliche Wärme verlassen.

Es ist so kalt in mir. Ich denke du hast ein Loch gerissen, welches ich nicht mehr zu füllen vermag. Und daraus tropft nach und nach sämtliche Lebensfreude aus mir heraus.

Manchmal kann ich mich ablenken. Aber dann trifft mich das Vermissen wie eine Abrissbirne. Immer dann, wenn ich mir so sicher war auf dem Weg der Besserung zu sein.

Ich hab keine Zeit. Ich bin furchtbar beschäftigt. Beschäftigt damit mich abzulenken und keine Gedanken zuzulassen. Es klappt. Bedingt. Solange, bis ich wieder einmal vor meinem Computer der Müdigkeit erliege, nur damit ich mich nicht der Leere in meinem Bett stellen muss.

Nie wieder wir.

Nie wieder. Ich glaube das hat mein Kopf noch nicht verarbeitet. Und ich habe ein wenig Angst vor dem Moment in dem er es tut.

Ein Teil meiner Vergangenheit. Aber nicht meiner Zukunft. Ein Teil meiner Träume, aber nicht meiner Realität. Ein Teil meines Herzens, aber nicht Teil meines Lebens.

Kein Teil mehr dessen, was ohne dich nichts wert ist.

Und das einzige was bleibt ist die Einsamkeit. 

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