Und wenn es weh tut warum tun wir es uns an?

Es ist so ermüdend.

Ich habe so viel nachgedacht. Über dich. Über mich. Über uns. Und ich weiß nicht… kennst du das, wenn du zu viel nachgedacht hast und das Gefühl bekommst dich selbst nur noch von außen zu betrachten. Wie durch eine Seifenblase? Gar nicht mehr du selbst zu sein und so keine subjektive Meinung über deine Situation bilden zu können? Als bräuchtest du eine Weile Abstand von dir selbst, um wieder klar denken zu können.

Ich zumindest kenne das Gefühl zur Genüge und bekomme immer mehr den Eindruck, dass ich mich nur selbst bekriege. Ich will meinen Kopf abtrennen, nur um so die Wurzel allen Übels zerstört zu haben.

Es ist so ermüdend, wenn die Person die deine Zuflucht sein sollte dir deine Nerven raubt. Wenn man so verschieden ist, dass man um jeden Frieden erst einmal kämpfen muss.

Ich glaube wir haben alles verdrängt. Immerzu. In unserer begrenzten Zeit wollten wir das Glück erzwingen und haben die Differenzen beiseite geschoben, so dass sie uns nicht ersticken können. Nur um uns dann durch atemlose Küsse die Luft selbst zu nehmen.

Du schienst danach förmlich zu schweben und merktest nicht, dass ich von der Last an den Boden gedrückt wurde. Du hast mich mit der Last alleine gelassen. Du solltest doch mein Seelenverwandter sein. Mein Vertrauter. Meine Person.

Warum lässt du mich dann die gesamte Last alleine schultern? Warum sagst du dann, dass ich diejenige bin, die alles kaputt macht?

Du könntest mir so viel mehr helfen, wenn du einfach nur für mich da wärst. Wenn du mein Ruhepol wärst.

Ich frage mich ständig, was ich ändern könnte und änder‘ dann Dinge die mir eigentlich gut gefallen, einzig um dir zu gefallen.

Bin ich noch ehrlich zu mir, wenn ich sage, dass ich dich liebe?  Oder belüge ich mich nur selbst?

Du sagst solange das Positive überwiegt ist alles gut. Und ja, bisher überwiegt es, aber ich weiß nicht ob das reicht. Ich kann nicht mehr länger für zwei kämpfen, für zwei leiden, während du für zwei liebst.

Ich sehe dich doch auch darunter leiden. Ich sehe uns doch an, wie es unsere letzten Kräfte aussaugt.

Und wenn es weh tut warum tun wir es uns an?

 

 

 

 

 

 

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Ein Kommentar zu „Und wenn es weh tut warum tun wir es uns an?

  1. Warum man sich es trotzdem antut, obwohl es weh tut? Weil es neben dem ganzen Schmerz so viele positive Dinge gibt, die einem zeigen, dass diese Person es wert ist, auch mal darunter zu leiden. Zumindest ist das bei mir so. Natürlich kann ich es nicht verallgemeinern und das möchte ich auch gar nicht, aber ich kann aus Erfahrung sagen, dass ich genau deswegen daran festhalte, egal wie schwierig oder schmerzhaft es war, ist und sein wird.

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